Autismusspektrum:
deine Wahrnehmung – meine Wahrnehmung.

Viele verbinden mit dem Autismusspektrum oft das Bild dieser völlig in sich gekehrten Menschen, die seltsames Zeug in sich hineinflüstern und bei Körperkontakt aggressiv werden. Aber das Spektrum ist so viel mehr.

 

Warum bin ich nach Treffen mit Freunden oder einem normalen Tagen oft völlig erschöpft?

Menschen im Autismusspektrum haben häufig sehr früh gelernt, sich anzupassen. Sie versuchen „normal“ zu wirken und entwickeln dabei verschiedene Strategien. Im Sprachgebrauch nennt man das „Maskieren“. Ich finde diesen Begriff sehr passend, weil es einem Maskenball oder Schauspiel ähnelt. All die Verhaltensweisen, die sie zeigen, damit sie bei neurotypischen Menschen nicht anecken, entsprechen oft nicht ihrem Inneren. Viele Reaktionen sind rational auswendig gelernt und werden nicht intuitiv abgerufen. Das ist furchtbar anstrengend und macht auf Dauer krank und einsam.

 

Sich wiederholendes Verhalten

Klassisch denkt man bei Autisten an die flatternden Hände oder das Schaukeln im Sitzen, aber bei hochmaskierenden Menschen darf man genauer hinsehen. Finger werden häufig in kleinen Kreisen bewegt, einer oder beide Füße ziehen rhythmisch die Zehen ein und strecken sie aus. Die Füße drehen sich im Kreis oder Ähnliches. Manchmal bewegt sich die Zunge im Mund in gewissen Mustern oder es entstehen Tics. Dies bedeutet natürlich nicht, dass jeder Mensch, der solche Bewegungen zeigt, Autist ist. Gleichzeitig kann das ein guter Hinweis sein, genauer hinzusehen.

An der eigenen Wahrnehmung zweifeln

Was mir in der Praxis auch häufig begegnet, sind die Zweifel an der eigenen Wahrnehmung. Menschen im Spektrum haben häufig sehr feine Sinneskanäle, was sich an vielen Stellen zeigt. Ein Einkauf im Supermarkt ist ein völlig anderes Erlebnis, wenn das eigene Nervensystem die Nebengeräusche nicht herunterdimmen kann. Dann ist die Sprache des Gegenübers genauso laut wie das Piepen der Kassen, das Scheppern des Einkaufswagens und das Kind, das im Regal nebenan schreit. Diese Wahrnehmung hat ein neurotypischer Mensch schlichtweg nicht. Da ist es leicht, dem hypersensiblen Nervensystem eines Menschen im Spektrum zu sagen, dass er sich „nicht so anstellen soll!“. In meiner Arbeit ist es mir wichtig, dich in deiner Wahrnehmung wieder zu stärken und mit dir daran zu arbeiten, dass du dich nicht mehr verunsichern lässt.

Ich bin nicht richtig

Das ist das Gefühl, das viele Menschen zu mir in die Praxis tragen. Sie empfinden sich selbst als „fehlerhaft“. Sie beschäftigen sich stundenlang mit Kommunikation, um ihre scheinbaren Mängel auszugleichen. Sie versuchen irgendwie normal zu wirken, wenn sie einkaufen gehen, und versinken danach in tiefe Müdigkeit. Mir ist es wichtig, mit dir zusammen wieder Grundlagen zu schaffen, in denen dein Alltag sich für dich gut anfühlt und du vielleicht sogar wieder mit Freude in den Tag starten kannst.

Wenn du das Gefühl hast, dass die Welt für dich zu hell, zu laut und zu schnell ist, dann vereinbare ger ein kostenloses telefonisches Erstgespräch mit mir. (hier klicken)